Der Windelinhalt im ersten Lebensjahr

Die Verdauung eines Babys verändert sich im ersten Lebensjahr ständig. Deshalb verändert sich auch das Aussehen des Windelinhalts. Der erste Stuhlgang des Kindes ist schwarz und zähflüssig. Er wird als KindspechKindspech Kindspech oder auch Mekonium ist der Name für den ersten Stuhlgang des Neugeborenen. 12 bis 48 Stunden nach der Geburt scheidet das Neugeborene diesen schwarzen Stuhl aus. In machen Fällen hat das Ungeborene ihn schon im Bauch der Mutter ausgeschieden. In diesem Fall können direkt nach der Geburt medizinische Maßnahmen nötig werden. Auch wenn das Kindspech länger als 48 Stunden nach der Geburt immer noch nicht ausgeschieden wurde, sollte man eine kinderärztliche Praxis kontaktieren. bezeichnet. Später ist der Stuhl weich oder sogar flüssig, seine Farbe kann hellgelb bis ockerfarben sein. Sobald das Baby Breinahrung zu sich nimmt, verändert sich sein Stuhl erneut. Er wird fester, riecht stärker und die Farbe entspricht oft der Nahrung, die das Kind gegessen hat. Um die Stuhlfarbe deines Kindes besser zu verstehen und einzuschätzen, kannst du eine sogenannte StuhlfarbkarteStuhlfarbkarte Die Stuhlfarbkarte ist ein Hilfsmittel, mit dem die Ausscheidungen des Kindes mit den Farben auf der Stuhlfarbkarten verglichen werden können. Anhand der Farbe des Stuhls können zum Beispiel verschiedene Erkrankungen erkannt werden. Insbesondere bei Neugeborenen kann blasser, farbloser Stuhl auf eine Gallenerkrankung hinweisen, die eine schnelle Therapie erforderlich macht. benutzen. Du kannst deine Hebamme oder die Kinderärzt:in nach einer solchen Karte fragen.

Schwarzer Stuhl in der ersten Lebenswoche

Bei Neugeborenen ist es normal, wenn der erste Stuhl schwarz ist. Mit diesem dunklen Stuhl scheidet das Baby aus, was es im Mutterleib zu sich genommen hat. Zellen, Fruchtwasser, Galle und Schleim werden abtransportiert. In den ersten fünf Tagen verändert sich die Farbe des Stuhls in der Regel. Sie wird grün und schließlich gelb. Bleibt der Stuhl weiterhin schwarz oder bemerkst du zu einem späteren Zeitpunkt schwarzen Stuhl in der Windel, solltest du den Rat ein:er Kinderärzt:in einholen.

Gelber und ockerfarbener Stuhl

Gelb oder Ocker, das sind die Farben, die der Inhalt der Windel jüngerer Babys meistens hat. Der Stuhl ist bei Kindern, die gestillt werden, oft etwas heller als der von Babys, die mit Säuglingsmilch ernährt werden. Auch der Geruch und die Festigkeit der Ausscheidungen unterscheiden sich. Der Stuhl von Stillkindern ist weniger fest und weniger geruchsintensiv.

Heller oder weißer Stuhl

Ein weißlicher oder gräulicher Windelinhalt kann ein Hinweis auf eine Störung der Galle oder eine Leberentzündung sein. Ärzt:innen sprechen dann von einem entfärbten Stuhl. Bitte mach in diesem Fall dringend einen Termin mit dein:er Kinderärzt:in.

Roter Stuhl

Die rote Färbung des Stuhls kann eine harmlose Ursache haben. Sie kann zum Beispiel auftreten, wenn dein Baby schon Beikost bekommt und du ihm Rote Beete zubereitet hast. Es kann aber auch sein, dass sich Blut im Stuhl befindet. Das ist ein Hinweis auf Probleme im Magen oder im Darm deines Kindes, die ärztlich behandelt werden müssen.

Wenn die Darmentleerung schmerzt

Wenn du beobachtest, dass sich dein Kind bei der Darmentleerung sehr stark anstrengt oder sogar Schmerzen hat, solltest du ein:e Ärzt:in aufsuchen. Möglicherweise ist der Stuhl des Babys zu hart. Wenn das Kind ihn loswerden will, kann es dann zu kleinen Rissen in der Afterschleimhaut kommen. Manche Ärzt:innen verschreiben dann Hilfsmittel, die das Verdauungssystem des Kindes anregen.

Durchfall beim Baby

Bei einem Kind im ersten Lebensjahr spricht man von Durchfall, wenn sein Stuhl auffallend dünnflüssig ist und wenn solche Ausscheidungen mehr als fünf Mal täglich in der Windel landen. Achte darauf, dass dein Baby genügend trinkt, damit es nicht austrocknet. Auch wenn dein Kind unter häufigem Erbrechen leidet, braucht es zusätzliche Flüssigkeit. Wenn du dein Kind stillst, solltest du ihm jetzt häufiger die Brust geben. Wenn du deinem Kind die Flasche gibst, kannst du ihm spezielle Tees zubereiten, die du in der Apotheke bekommst. Du solltest eine ärztliche Praxis aufsuchen, wenn du unsicher bist und denkst, dein Kind könnte eine Infektion oder Allergie haben.

Blähungen und Dreimonatskoliken

Die sogenannten DreimonatskolikenDreimonatskoliken Dreimonatskoliken sind eine Form von krampfartigen Bauchschmerzen, die bei Neugeborenen zwischen der zweiten Lebenswoche und dem vierten Lebensmonat auftreten können. Diese Schmerzen äußern sich durch starke Schreianfälle bei ansonsten gesunden Neugeborenen. In vielen Fällen sind aber nicht Bauchschmerzen, sondern andere Ursachen der Auslöser für das Schreien. Der Besuch bei einer Schreiambulanz kann bei der Klärung helfen. betreffen ungefähr ein Viertel aller Babys. Sie beginnen oft um die zweite Lebenswoche. Um den dritten Lebensmonat verschwinden sie oft wieder. Betroffene Babys sind unruhig und schreien viel. Der Bauch wird dabei oft hart und prall. Über die Ursachen der Beschwerden gibt es unterschiedliche Meinungen. Viele Expertinnen und Experten vermuten, dass im Darm des Kindes bestimmte Bakterien fehlen oder nicht in ausreichender Menge vorhanden sind. Bei manchen Babys bläht sich der Bauch, weil sie beim Schreien oder beim hastigen Saugen der Muttermilch Luft schlucken. Du solltest aber nicht allein mit deinen Sorgen bleiben. Deine Hebamme oder die Kinderärzt:in wird dich beraten.